Das Budget für Arbeit

Menschen mit Behinderungen erhalten durch das Budget für Arbeit die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu verdienen. Es wird somit eine Alternative zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ermöglicht.

Das Budget für Arbeit ist ein Rechtsanspruch nach § 61 SGB IX.

Vorteile für Menschen mit Behinderungen

  • Chance auf eine Beschäftigung am allgemeinen Arbeitsmarkt
  • Selbstständiger Verdienst des Lebensunterhalts
  • Unterstützung bei der Einarbeitung und Begleitung am Arbeitsplatz
  • Rückkehrrecht in eine Werkstatt bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen

  • Erkennbares soziales Engagement
  • Entlastung von Fachkräften
  • Unterstützungsleistung bei der Einarbeitung und Begleitung am Arbeitsplatz
  • Lohnkostenzuschuss von bis zu 75 % des Arbeitnehmerbrutto
  • Bei bereits erfüllter Beschäftigungsquote: Eine Prämie von 250 Euro pro Monat über 2 Jahre aus Mitteln der Ausgleichsabgabe pro bewilligtem Budget für Arbeit (Grundlage Schwerbehinderten Ausweis)
  • Reduzierung der Ausgleichsabgabe bei noch nicht vorhandener Beschäftigungsquote

 

Modellprojekte zur Arbeitsmarktintegration

Das niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie beauftragt seit 2014 die Integrationsfachdienste in Oldenburg, Osnabrück und Braunschweig das Modellprojekt „Übergang Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) auf den allgemeinen Arbeitsmarkt“ durchzuführen.

Zudem sind 2018 fünf Modellregionen in Niedersachsen entstanden. In der Modellregion Salzgitter /Wolfsburg entstehen regionale Netzwerke zur besonders intensiven Bewerbung des Budgets für Arbeit.